Branchennachrichten im Überblick: Juli 2026
- von Ilona K.

Inhaltsverzeichnis
- Mehr als 300 Anfragen für neue Domainzonen eingegangen
- KI-Agenten könnten bald eigene „Geburtsurkunden“ erhalten
- Wix: Suche bleibt die wichtigste Traffic-Quelle, doch die Rolle der KI wächst
- Google hilft Nutzern herauszufinden, ob KI bei der Anzeigenerstellung eingesetzt wurde
- LinkedIn verstärkt den Kampf gegen minderwertige KI-Inhalte
Willkommen zu unserem monatlichen Überblick über Branchennachrichten. Entdecken Sie neue Online-Trends und Neuigkeiten aus der Domainbranche, um auf dem Laufenden zu bleiben. Hier ist die Zusammenfassung für Juli 2026:
Mehr als 300 Anfragen für neue Domainzonen eingegangen
Die Plattform Early Warning Report, die potenziellen Bewerbern für neue Domainendungen hilft, den Wettbewerb am Markt vorab einzuschätzen, hat Anfragen zur Prüfung von über 300 Bewerbungen für die bevorstehende Runde für neue gTLDs (generische Top-Level-Domains) erhalten. Nach Angaben der Plattform haben insgesamt 93 Unternehmen 365 Anfragen zu 313 unterschiedlichen Domainendungen gestellt. Für 41 Zonen wurde bereits mehr als ein potenzieller Bewerber identifiziert.
Das New-gTLD-Programm, das von ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) koordiniert wird, ermöglicht es Organisationen, eigene Domainendungen zu beantragen und zu betreiben. Das kommende Bewerbungsfenster markiert die zweite Runde des Programms seit dem ursprünglichen Start im Jahr 2012.
Der Early Warning Report ermöglicht Bewerbern, vorab zu sehen, wer sich ebenfalls für dieselbe Domainendung interessieren könnte. So können potenzielle Bewerber verhandeln, bevor Gebote offiziell bekannt gegeben werden. Nachdem ICANN die Daten offengelegt hat, sind die Verhandlungsmöglichkeiten begrenzt, da konkurrierende Bewerber in der Regel die etablierten Verfahren zur Beilegung von Wettbewerbssituationen durchlaufen müssen. Dazu können Auktionen gehören, wenn mehrere Bewerber dieselbe Domainendung anstreben.
Die Plattform ist kein offizielles ICANN-Tool und garantiert Bewerbern keinen Erfolg. Dennoch zeigt die Beliebtheit des Dienstes, dass die zweite Runde der New-gTLD-Bewerbungen bereits auf großes Interesse stößt. Das Interesse ist sowohl an Marken- als auch an thematischen Domainzonen groß.
Warum ist das wichtig? Unternehmen, die eine Bewerbung für eine neue Domainendung erwägen, sollten frühzeitig mit den Vorbereitungen beginnen. Zu den wichtigen ersten Schritten gehören die Bewertung potenzieller Konkurrenz, Überlegungen zur technischen Infrastruktur und die Suche nach möglichen Partnern, die einen stabilen Registry-Betrieb sowie die Einhaltung der ICANN-Anforderungen sicherstellen können.
Zu diesem Zweck können sie sich an einen evaluierten Registry-Service-Provider (RSP) wenden, der eine sichere und zuverlässige technische Infrastruktur für den Start und die Verwaltung von TLDs bereitstellt. Zu solchen Anbietern gehört it.com Domains, das über eine eigene Plattform zur Verwaltung von Domainendungen verfügt.
Quelle: Domain Name Wire
KI-Agenten könnten bald eigene „Geburtsurkunden“ erhalten
Innovation Labs, eine Abteilung der Organisation Identity Digital, die an einem Identifikationssystem für KI-Agenten arbeitet, hat DNSid entwickelt, ein Projekt, das vorschlägt, DNS (das Domain Name System) zu nutzen, um eine Art „Geburtsurkunde“ für KI-Agenten zu schaffen. Ziel ist es, Organisationen eine standardisierte, freiwillige Möglichkeit zu bieten, die Identität eines KI-Agenten zu überprüfen, seinen Eigentümer zu bestätigen und festzulegen, wer für seine Handlungen verantwortlich ist.
Heute kann ein einzelner KI-Agent in verschiedenen Cloud- und Unternehmenssystemen unterschiedliche Identitäten haben, was die Überprüfung erschwert, wer dahintersteht. DNSid schlägt einen universelleren Weg vor, um die Identität und Eigentümerschaft eines Agenten zu verifizieren. Dabei wird DNS als vertrauenswürdiges, weltweit verteiltes Verzeichnis genutzt, während PKI (Public Key Infrastructure) die kryptografische Identitätsprüfung bereitstellt und Blockchain eingesetzt wird, um eine unveränderliche Aufzeichnung wichtiger Informationen zu erstellen. Zusammen sollen diese Technologien einen konsistenten und überprüfbaren Identitätsrahmen für KI-Agenten schaffen.
Warum ist das wichtig? KI-Agenten werden zunehmend im Kundenservice, bei der Automatisierung von Geschäftsprozessen, beim Ausführen von Transaktionen und in digitalen Diensten eingesetzt. Da sie immer autonomer werden, ist es für Unternehmen wichtig zu verstehen, wie sie überprüfen können, ob sie einen vertrauenswürdigen KI-Agenten einsetzen und wer für dessen Handlungen verantwortlich ist.
Sollten sich solche Identifikationsstandards verbreiten, könnten sie die Sicherheit von Interaktionen mit KI verbessern, das Betrugsrisiko senken und die Integration von KI-Agenten in Geschäftsprozesse vereinfachen. Domaintechnologien könnten zudem zu einer der Grundlagen werden, um eine vertrauenswürdige digitale Identität für solche Systeme zu etablieren.
Quelle: Domain Name Wire
Wix: Suche bleibt die wichtigste Traffic-Quelle, doch die Rolle der KI wächst
Wix, eine Plattform zur Website-Erstellung, hat seinen ersten State of Websites Report veröffentlicht, der auf Daten von über 300 Millionen Nutzern des Dienstes basiert. Den Ergebnissen zufolge bleibt die Suche die größte Quelle für Website-Traffic und macht 42 % der Besuche aus. Direkter Traffic entfällt auf 40 %, soziale Medien generieren 13 %.
Laut Wix steckt die KI-gestützte Auffindbarkeit im Hinblick auf direkten Website-Traffic noch in einem frühen Stadium. Besuche über LLM-Dienste (Large Language Model) machen derzeit weniger als 1 % aller Sitzungen aus, obwohl sich diese Zahl von 2024 bis 2025 vervierfacht hat. Gleichzeitig wird KI durch Funktionen wie Google AI Overviews zunehmend selbst Teil des Suchwegs und beeinflusst, wie Nutzer Marken entdecken, bevor sie eine Website besuchen.
Wix weist außerdem darauf hin, dass Nutzer eine Marke zunächst über die KI-Suche kennenlernen und anschließend direkt auf deren Website gehen können, um Fakten zu prüfen oder ein Angebot genauer anzusehen. Daraus folgt, dass direkter Traffic nicht immer widerspiegelt, wie ein Nutzer ursprünglich von einem Unternehmen erfahren hat.
Warum ist das wichtig? Trotz des relativ geringen Anteils von direktem Traffic aus LLM-Diensten wird GEO (Generative Engine Optimization) zu einem wichtigen Instrument für die Sichtbarkeit. Nutzer können auf Unternehmensinformationen in AI Overviews, ChatGPT-Antworten und anderen KI-Tools stoßen, noch bevor sie auf einer Website landen.
Das bedeutet: Neben der klassischen Suche ist es entscheidend, dass Websites und ihre Inhalte an neue Formate angepasst werden. Nützliche, klare und strukturierte Inhalte erhöhen die Chancen, dass Unternehmensinformationen von KI-Systemen korrekt verarbeitet und verwendet werden.
Quelle: Wix
Google hilft Nutzern herauszufinden, ob KI bei der Anzeigenerstellung eingesetzt wurde
Google hat eine Funktion eingeführt, mit der Nutzer herausfinden können, ob eine Anzeige mithilfe von KI (künstlicher Intelligenz) erstellt wurde. Diese Information ist im Dashboard „Mein Anzeigen-Center“ verfügbar, das über das Drei-Punkte-Menü oder das Informationssymbol in der Anzeige aufgerufen werden kann.
Die neue Option „So wurde diese Anzeige erstellt“ zeigt, ob eine Anzeige mithilfe von KI erstellt oder bearbeitet wurde, und ermöglicht Nutzern außerdem, Anzeigen zu blockieren oder zu melden. Diese Funktion gilt für Anzeigen in der Google-Suche, auf YouTube und in Google Discover.
Bisher verlangte Google nur bei politischer Werbung die Offenlegung des KI-Einsatzes. Nun wird diese Information Nutzern auch in anderen Werbeformaten zugänglich.
Warum ist das wichtig? KI wird zunehmend zur Erstellung von Werbung eingesetzt, und Transparenz über die Herkunft von Inhalten wird zu einem wichtigen Bestandteil des digitalen Umfelds. Nutzer erhalten mehr Informationen darüber, wie Werbebotschaften entstehen, und Werbetreibende müssen sich auf neue Erwartungen des Publikums in Bezug auf Transparenz und Vertrauen einstellen.
Der Einsatz von KI im Marketing wird für Nutzer allmählich sichtbarer. Die Effizienz von Werbung hängt jedoch weiterhin von Qualität, Relevanz und Glaubwürdigkeit ab, nicht nur von der Technologie, mit der sie erstellt wurde.
Quelle: TechCrunch
LinkedIn verstärkt den Kampf gegen minderwertige KI-Inhalte
LinkedIn hat neue Tools eingeführt, um minderwertige KI-generierte Inhalte besser zu erkennen und ihre Verbreitung einzuschränken. Nutzer können Beiträge nun mit der neuen Funktion „Wirkt wie KI-Müll“ kennzeichnen, wenn sie der Meinung sind, dass der Inhalt übermäßig KI-generiert ist oder keinen Mehrwert bietet. Auf Grundlage dieser Signale wird die Plattform ihre Empfehlungsalgorithmen verfeinern und die Sichtbarkeit solcher Inhalte verringern.
Gleichzeitig überdenkt LinkedIn seinen Umgang mit KI. Statt sich auf ein Tool zu stützen, das Beitragstexte vollständig generierte, rückt die Plattform eine Funktion für Korrekturlesen und Textverbesserung in den Mittelpunkt, die Stil und Stimme des Autors bewahrt. So will LinkedIn authentischere, professionelle Kommunikation fördern.
Warum ist das wichtig? Immer mehr Plattformen verlagern den Fokus von der Diskussion über den Einsatz von KI hin zur Qualität und Transparenz solcher Inhalte. Die Priorität verschiebt sich allmählich hin zu eigenen, originellen Inhalten, bei denen KI den Autor unterstützt, statt ihn vollständig zu ersetzen.
KI sollte vor allem als Werkzeug zur Beschleunigung der Arbeit und zur Ideenfindung verstanden werden und nicht als Ersatz für interne Fachkompetenz. Einzigartiges Wissen, praktische Erfahrung und ein erkennbarer Stil werden für das Vertrauen des Publikums und die langfristige Wirksamkeit von Content-Marketing immer wichtiger.
Quelle: The Verge
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Dieser Artikel wurde von einer künstlichen Intelligenz übersetzt und kann Ungenauigkeiten enthalten. Siehe das Original auf Englisch.

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