5 Gründe, warum Nutzer Ihre Website sofort verlassen, und wie Sie das Problem beheben

  • von Ilona K.
5 Gründe, warum Nutzer Ihre Website sofort verlassen, und wie Sie das Problem beheben

Inhaltsverzeichnis

  1. Langsame Ladegeschwindigkeit der Website
  2. Unklares Produktangebot
  3. Komplexe Navigation
  4. Die Website ist auf verschiedenen Geräten nicht responsiv
  5. Aufdringliche Pop-ups
  6. Häufig gestellte Fragen

Nutzer besuchen eine Website mit einem bestimmten Ziel, etwa um Informationen zu suchen, etwas zu kaufen oder eine Dienstleistung zu buchen. Meist entscheiden sie in den ersten Sekunden, ob Ihre Website ihren Bedürfnissen entspricht. Sehen wir uns an, wie Nutzer diese Entscheidung treffen, welche Faktoren sie beeinflussen und welche Schritte nötig sind, um Besucher auf der Website zu halten.

Aktuelle Forschung hat gezeigt, dass Unterschiede in der Komplexität einer Website beeinflussen können, wie Nutzer eine Seite wahrnehmen und erleben. Nutzer möchten in den ersten Sekunden wissen, wo sie sind, was das Unternehmen anbietet und was ihr nächster Schritt ist. Wenn dafür zusätzlicher Aufwand nötig ist, steigt die Wahrscheinlichkeit eines Abbruchs deutlich.

Sehen wir uns die wichtigsten Probleme an, die dazu führen können, dass ein Besucher eine Website verlässt, und besprechen wir, wie sie sich beheben lassen.

Langsame Ladegeschwindigkeit der Website

Quelle: Unsplash

Warum Nutzer abspringen können

Nutzer erwarten, dass eine Seite nahezu sofort lädt, unabhängig vom verwendeten Gerät. Wenn das Laden lange dauert, werden sie unruhig und zweifeln, ob sie weiter mit der Website interagieren sollen oder ob sie überhaupt funktioniert. Schon kleine Verzögerungen können die Interaktion mit der Website und die Zahl gewünschter Aktionen verringern.

Laut einer Umfrage zur Seitengeschwindigkeit von Unbounce, einem kanadischen Technologieunternehmen, ist es bei 45,4 % der Käufer weniger wahrscheinlich, dass sie einen Kauf tätigen, wenn das Laden der Seite länger als vier Sekunden dauert.

Neben der Markenwahrnehmung beeinflusst die Geschwindigkeit auch die Benutzerfreundlichkeit. Eine langsame Website kann den Eindruck eines veralteten Dienstes oder einer Vernachlässigung des Kundenerlebnisses erwecken.

Besonders wichtig ist dabei, dass heute ein erheblicher Teil der Nutzer Websites über Smartphones besucht. Mobile Besucher haben oft weniger stabile Verbindungen und werden schneller ungeduldig.

So beheben Sie das Problem

Der erste Schritt besteht darin, zu verstehen, was Ihre Website genau ausbremst. Meist hängen Probleme mit nicht optimierten Bildern, zu vielen Diensten von Drittanbietern, umfangreichen Skripten oder einer fehlerhaften Website-Konfiguration zusammen.

Regelmäßige Geschwindigkeitstests sind nach Designaktualisierungen oder dem Hinzufügen neuer Funktionen unerlässlich. Manche Verbesserungen bringen einen Zielkonflikt zwischen visueller Wirkung oder Funktionalität und Leistung mit sich. Ein Videohintergrund oder ein Parallax-Effekt kann eine Startseite beispielsweise ansprechender machen, erfordert aber auch zusätzliche Mediendateien und Skripte zum Laden. Ob sich die Leistungseinbußen lohnen, hängt von der Rolle des Elements ab: Wenn das Video etwas Wichtiges über das Produkt vermittelt oder die Konversion deutlich verbessert, kann es sinnvoll sein, es beizubehalten. Ist es rein dekorativ und verlängert die Ladezeit um mehrere Sekunden, ist ein statisches Bild oder eine leichtere Animation möglicherweise die bessere Wahl.

Als allgemeine Orientierung sollten Ihre wichtigsten Seiten die Schwellenwerte von Googles Core Web Vitals erfüllen. Der Largest Contentful Paint (LCP), der misst, wie schnell der Hauptinhalt sichtbar wird, sollte beispielsweise höchstens 2,5 Sekunden betragen. Der Interaction to Next Paint (INP), der misst, wie schnell die Seite auf Nutzerinteraktionen reagiert, sollte höchstens 200 Millisekunden betragen, während der Cumulative Layout Shift (CLS), der die visuelle Stabilität der Seite widerspiegelt, bei 0,1 oder darunter liegen sollte.

Um die Geschwindigkeit Ihrer Website zu prüfen, können Sie kostenlose Analysetools wie Google PageSpeed ​​Insights oder Lighthouse verwenden.

Sie können Ladezeit und Leistung Ihrer Website verbessern, indem Sie Folgendes tun:

  1. Bilder optimieren und moderne Formate verwenden. Große Bilder sind eine der Hauptursachen für langsames Laden von Seiten. Es ergibt keinen Sinn, ein 3000 Pixel breites Foto hochzuladen, wenn es in einem 800 Pixel breiten Block angezeigt wird. Wenn Ihre Website moderne Formate wie WebP oder AVIF unterstützt, sollten Sie diese JPEG und PNG vorziehen, um die Dateigröße weiter zu reduzieren.
  2. Die Ladereihenfolge von Skripten optimieren. Nicht jedes Skript muss geladen werden, bevor der Nutzer die Seite sehen und mit ihr interagieren kann. Wichtige Ressourcen sollten priorisiert werden, während unkritische Skripte, etwa einige Analysetools, Chat-Widgets oder Werbeskripte, häufig später oder asynchron geladen werden können. So kann der Browser den Hauptinhalt früher anzeigen, statt zu warten, bis jedes Skript vollständig geladen ist.
  3. Caching einrichten. Dadurch kann der Browser einige Website-Dateien speichern, damit sie nicht bei jedem Besuch erneut geladen werden müssen. Das ist besonders nützlich für statische Seiten, deren Inhalte sich nicht häufig ändern.
  4. Die Qualität des Hostings prüfen. Manchmal liegt das Problem nicht an der Website selbst, sondern am Hosting-Server. Wenn Ihre Website auch nach der Optimierung von Inhalten und Code langsam bleibt, lohnt es sich, die Antwortzeit Ihres Servers zu prüfen und bei Bedarf ein leistungsfähigeres Hosting oder einen höherwertigen Tarif in Betracht zu ziehen.
  5. Die DNS-Einträge (Domain Name System) Ihrer Domain prüfen. Die Geschwindigkeit einer Website hängt nicht nur von Inhalten und Servern ab. Wenn Ihre DNS-Einträge falsch konfiguriert sind oder Abfragen langsam verarbeitet werden, kann das die Ladezeit einer Seite erhöhen. Prüfen Sie, ob Ihre primären Einträge (A/AAAA und CNAME) auf aktuelle Server und Dienste verweisen. Es lohnt sich sicherzustellen, dass Ihre Domain keine überflüssigen oder veralteten Einträge enthält, die nicht mehr genutzt werden. Achten Sie außerdem auf die TTL (Time to Live), also die Zeitspanne, für die ein DNS-Eintrag zwischengespeichert werden darf. Ein zu hoher Wert führt dazu, dass Änderungen an DNS-Einträgen länger brauchen, um sich zu verbreiten, während ein zu niedriger Wert dazu führt, dass Eintragsabfragen häufiger durchgeführt werden müssen. Sie können Tools wie Google Admin Toolbox Dig oder DNSChecker verwenden, um Ihr DNS zu prüfen.

Unklares Produktangebot

Quelle: Unsplash

Warum Nutzer abspringen können

Einer der zentralen Fehler von Websites besteht darin, über das Unternehmen zu sprechen, ohne Besuchern in klarer Sprache zu erklären, welche Produkte oder Dienstleistungen es anbietet.

Manchmal verwenden Unternehmen Begriffe wie „innovative Lösungen“, „integrierter Ansatz“ oder „digitale Geschäftstransformation“. Solche Formulierungen mögen zunächst beeindruckend klingen, helfen Menschen aber nicht zu verstehen, worin Ihr Angebot im Kern besteht und warum es für sie nützlich ist. Das kann auch passieren, wenn Unternehmen auf KI-generierte Inhalte setzen, ohne diese zu prüfen und an ihre Zielgruppe anzupassen. KI-Tools können grammatisch korrekte und glatt formulierte Texte erzeugen. Wenn der Text jedoch zu allgemein ist oder voller vager Werbesprache steckt, kann er das Angebot des Unternehmens noch schwerer verständlich machen.

Dasselbe Problem kann auftreten, wenn die Informationen auf der Website nicht zu dem passen, was den Besucher ursprünglich dorthin geführt hat. Ein Nutzer klickt beispielsweise auf eine Anzeige mit 50 % Rabatt und landet dann auf einer Website, auf der alle Produkte zum vollen Preis angezeigt werden, weil die Aktion bereits beendet ist. Selbst wenn das Angebot zum Zeitpunkt der Anzeigenerstellung gültig war, kann diese Diskrepanz Besuchern das Gefühl geben, in die Irre geführt worden zu sein, und sie verlieren schnell das Vertrauen in das Unternehmen.

Beim Öffnen einer guten Website sollten Besucher die Antwort auf eine einfache Frage sehen: „Was kann dieses Unternehmen für mich tun?“

So beheben Sie das Problem

Beginnen Sie damit, die Startseite neu zu gestalten. Statt lediglich Ihre Philosophie zu beschreiben, sollte die Überschrift konkret, nutzerorientiert und klar sein. Zu abstrakt:

„Wir schaffen innovative digitale Lösungen für moderne Unternehmen“

Nutzerfreundlicher:

„Wir entwickeln Websites für den Onlinehandel“

Wichtig ist auch zu berücksichtigen, dass verschiedene Nutzer mit unterschiedlichen Erwartungen und Zielen auf die Website kommen. Ein neuer Nutzer möchte zunächst verstehen, was das Unternehmen macht und ob seine Angebote für ihn geeignet sind. Jemand, der die Marke bereits kennt, sucht möglicherweise sofort nach einer bestimmten Dienstleistung, einem Katalog, Kontaktinformationen oder dem Support-Bereich. Daher ist es am besten, die Inhalte so zu strukturieren, dass die relevanten Optionen für die häufigsten Kundensituationen auf den ersten Blick verfügbar sind. In einem Onlineshop können Sie auf der Hauptseite beispielsweise gleichzeitig Produktkategorien und Kaufvorteile anzeigen, während Suche, Menü und persönliches Konto ohne zusätzliche Klicks erreichbar bleiben.

Stellen Sie außerdem sicher, dass Ihre Website Ihre aktuellen Angebote und Aktionen widerspiegelt. Prüfen Sie regelmäßig laufende Werbekampagnen und aktualisieren oder entfernen Sie veraltete Aktionen sowohl aus Anzeigen als auch von Landingpages. Wenn eine Anzeige einen Rabatt, kostenlose Lieferung oder ein anderes Sonderangebot verspricht, sollten Besucher dasselbe Angebot auf der Website wiederfinden. Konsistente Botschaften vermeiden Verwirrung und erhalten Vertrauen.

Je einfacher jemand Ihr Angebot versteht und je besser es zu dem passt, was er zu finden erwartet hat, desto wahrscheinlicher ist es, dass er weiter mit der Website interagiert.

Komplexe Navigation

Quelle: Unsplash

Warum Nutzer abspringen

Untersuchungen des Baymard Institute, eines Forschungsinstituts, das auf UX-Design (User Experience)  und Benutzerfreundlichkeit im E-Commerce spezialisiert ist, zeigen, dass Probleme mit der Navigation weiterhin zu den häufigsten Fehlern im Website-Design gehören: 58 % der Desktop-Websites und 67 % der mobilen Websites erhielten für die Navigationsfreundlichkeit die Bewertung „mittelmäßig“ oder schlechter.

Ein häufiger Fehler besteht darin, eine Website aus Unternehmenssicht zu gestalten, ohne die Bedürfnisse der Kunden zu berücksichtigen. Aus Sicht des Unternehmens mag es sinnvoll erscheinen, Bereiche mit Titeln wie „Lösungen“, „Ökosystem“ oder „Funktionen“ aufzunehmen, doch der Besucher versteht möglicherweise nicht, was sich dahinter verbirgt. Wenn jemand beispielsweise nach Dienstleistungen zur Entwicklung eines Onlineshops sucht, wird er eher im Menü „E-Commerce-Entwicklung“ oder „Dienstleistungen“ suchen, statt zu erraten, dass die benötigten Informationen im Bereich „Lösungen“ stehen. Je näher die Bezeichnungen der Bereiche an den Bedürfnissen und Zielen der Nutzer liegen, desto einfacher ist die Navigation auf der Website.

Im UX-Design hängt dies mit dem Konzept der kognitiven Belastung zusammen, also dem persönlichen Aufwand, der nötig ist, um eine Benutzeroberfläche zu verstehen. Wenn die Struktur einer Seite logisch ist und wichtige Informationen dort stehen, wo der Nutzer sie erwartet, wird die Interaktion einfacher. Müssen Besucher jedoch nach Antworten auf grundlegende Fragen suchen, sich mühsam orientieren oder erraten, was als Nächstes zu tun ist, steigt die Wahrscheinlichkeit eines Abbruchs.

Gute Navigation sollte nicht die Frage beantworten: „Wie können wir Informationen bequem organisieren?“, sondern vielmehr: „Wie findet der Nutzer sie?“

So beheben Sie das Problem

Beginnen Sie damit, die wichtigsten Aufgaben zu verstehen, vor denen Nutzer beim Besuch Ihrer Website stehen könnten:

  • potenzielle Kunden, die verstehen möchten, welche Dienstleistungen Sie anbieten und wie viel sie kosten;
  • Käufer, die ein bestimmtes Produkt suchen und eine Bestellung aufgeben möchten;
  • Stammkunden, die Kontaktinformationen, ihr persönliches Konto oder den Support-Bereich suchen.

Betrachten Sie für jedes Szenario die Nutzerreise und überlegen Sie, wie viele Schritte nötig sind, um die gesuchten Informationen zu erhalten oder die Aufgabe abzuschließen. Wenn Nutzer mehrere Seiten öffnen, zurückgehen oder raten müssen, wo sich der gewünschte Bereich befindet, sollte die Navigation vereinfacht werden.

Um die Navigation einfacher und bequemer zu machen, sollten Sie:

  1. Klare Bezeichnungen verwenden. „Dienstleistungen“, „Preise“, „Katalog“, „Lieferung“ oder „Kontakt“ sind für Nutzer verständlicher als interne Unternehmensbegriffe wie „Lösungen“, „Ökosystem“ oder „Möglichkeiten“.
  2. Das Menü nicht überladen. Es ist besser, dort nicht alle Seiten Ihrer Website unterzubringen. Beschränken Sie sich auf einige Hauptbereiche und platzieren Sie nachrangige Seiten in Untermenüs oder im Fußbereich.
  3. Wichtige Seiten dort platzieren, wo sie leicht zu finden sind. Prüfen Sie dafür Ihre Analysedaten. Wenn Besucher häufig die Suche nutzen, um Preise, Lieferbedingungen oder Kontaktinformationen zu finden, kann das ein Zeichen dafür sein, dass die entsprechenden Informationen in der Navigation nicht prominent genug sind.
  4. Bei umfangreichen Inhalten eine Suchfunktion hinzufügen. In einem Onlineshop kann das eine Produktsuche sein, auf einer Unternehmenswebsite eine Suche nach Artikeln, Dokumenten oder Dienstleistungen.
  5. Auf großen Websites Breadcrumbs verwenden. Sie zeigen Nutzern, wo sie sich in der Seitenstruktur befinden, und ermöglichen ihnen, schnell zur vorherigen Ebene zurückzukehren.

Testen Sie nach den Änderungen, ob die neue Anordnung den Nutzern tatsächlich hilft, die benötigten Informationen schneller zu finden. Wenn Sie ausreichend Traffic haben, lässt sich dies mit A/B-Tests prüfen: Zeigen Sie einigen Besuchern die aktuelle Navigationsversion und anderen die geänderte Version und vergleichen Sie die Ergebnisse. Sie können beispielsweise testen, ob die Zahl der Klicks auf wichtige Bereiche gestiegen ist, ob die Zeit bis zu einer Zielaktion gesunken ist oder ob der Anteil der Nutzer, die die Website nach dem Ansehen einer Seite verlassen, zurückgegangen ist.

Die Website ist auf verschiedenen Geräten nicht responsiv

Quelle: Unsplash

Warum Nutzer abspringen

Heute sollte eine Website auf Computer, Smartphone und Tablet gleichermaßen gut funktionieren. Nutzer denken selten darüber nach, welche Version der Website sie gerade ansehen; sie erwarten einfach eine benutzerfreundliche Erfahrung.

Wenn die mobile Version unbrauchbar ist, wirkt sich das unmittelbar auf die öffentliche Wahrnehmung des Unternehmens aus. Kleiner Text, schwer erreichbare Schaltflächen, lange Ladezeiten oder Elemente, die über den Bildschirm hinausragen, erwecken den Eindruck eines unprofessionellen Angebots.

Dieses Problem ist besonders dringlich, da mobiler Traffic einen immer größeren Teil des Internetpublikums ausmacht. Laut StatCounter, einem Webanalysedienst, entfällt inzwischen der Großteil des weltweiten Webtraffics auf mobile Geräte.

Responsivität für diese Geräte bedeutet nicht einfach, eine verkleinerte Version einer Desktop-Website zu erstellen. Eine gut gestaltete mobile Version sollte das spezifische Verhalten von Smartphone-Nutzern berücksichtigen: kurze Sitzungen, Navigation per Finger und das Bedürfnis, Informationen schnell zu finden.

So beheben Sie das Problem

Beginnen Sie damit, die Website auf einem Smartphone oder Tablet zu testen. Neben der Frage, ob die Seite überhaupt geöffnet wird, ist entscheidend, wie einfach die Interaktion ist. Nutzer sollten nicht in den Text hineinzoomen, horizontal scrollen oder mehrmals auf eine kleine Schaltfläche tippen müssen, um das gewünschte Element zu erreichen.

Prüfen Sie zunächst diese wichtigen Elemente:

  1. Text sollte ohne Hineinzoomen in die Seite gut lesbar sein. Wenn der Nutzer zoomen muss, sollten Schriftgröße oder Seitenzoom überdacht werden.
  2. Schaltflächen und Links sollten ausreichend groß sein und in einem angenehmen Abstand zueinander stehen, damit sie per Fingertipp leicht ausgewählt werden können. 
  3. Menüs sollten auf kleinen Bildschirmen übersichtlich bleiben. Nutzer sollten sie problemlos öffnen, den gewünschten Bereich finden und immer wieder dorthin zurückkehren können.
  4. Pop-ups und Banner sollten den Hauptinhalt nicht verdecken oder das Tippen auf eine wichtige Schaltfläche behindern. Das gilt besonders für mobile Geräte, auf denen der Platz auf dem Bildschirm deutlich kleiner ist.

Bei der Entwicklung einer neuen Website sollten Sie responsives Design und einen Ansatz priorisieren, bei dem sich Seitenstruktur und Elemente an die Bildschirmgröße anpassen. Erstellen Sie nicht zuerst eine Desktop-Version, um sie anschließend an Smartphones anzupassen; das kann zu umständlicher Navigation und Problemen mit einzelnen Elementen führen. Wenn Sie selbst eine Website erstellen, können Sie einen Website-Baukasten verwenden, der responsives Design unterstützt. Viele dieser Plattformen optimieren Seiten automatisch für unterschiedliche Gerätetypen. 

Wie gut Ihre Website auf mobilen Geräten funktioniert, können Sie mit Google-Tools prüfen. Lighthouse ermöglicht es, die Seitenleistung zu bewerten und Probleme zu erkennen, die die mobile Nutzererfahrung beeinträchtigen. Mit der Google Search Console können Sie die allgemeine Nutzererfahrung auf Ihrer Website überwachen. Dieser Dienst zeigt außerdem Core Web Vitals an, also Kennzahlen, mit denen sich bewerten lässt, wie schnell der Hauptinhalt lädt, wie schnell die Seite auf Nutzeraktionen reagiert und ob der Inhalt während des Ladens stabil bleibt. Diese Eigenschaften werden bei der Bewertung der Page Experience berücksichtigt, also der allgemeinen Benutzerfreundlichkeit der Seite für den Besucher.

Für eine umfassendere Bewertung lohnt es sich, die Seiten zu testen, auf die Nutzer am häufigsten über Suchmaschinen, Anzeigen oder soziale Medien gelangen. Genau dort können mobile Probleme Sie potenzielle Kunden kosten.

Aufdringliche Pop-ups

Quelle: Unsplash

Warum Nutzer abspringen können

Pop-ups sind an sich kein Problem. Sie können helfen, Kontakte zu gewinnen, Rabatte anzubieten, Nutzer zu einer Beratung einzuladen oder sie für einen Newsletter anzumelden. Das Problem beginnt, wenn ein Pop-up erscheint, bevor der Nutzer Zeit hatte, das Angebot zu verstehen, oder wenn es seine eigentliche Handlung stört.

Beispielsweise kann eine Person, die gerade eine Seite geöffnet hat und noch nicht versteht, was das Unternehmen macht, sofort aufgefordert werden, einen Newsletter zu abonnieren, eine Telefonnummer zu hinterlassen oder an einer Aktion teilzunehmen.

Solche Elemente erzeugen Druck und stören den eigentlichen Ablauf des Nutzers.

Besonders negativ werden Pop-ups wahrgenommen, die:

  • den Hauptinhalt verdecken;
  • direkt nach dem Öffnen der Seite erscheinen;
  • schwer zu schließen sind;
  • zu häufig wiederholt werden.

So beheben Sie das Problem

Damit Pop-ups nicht zum Absprung führen, achten Sie auf einige Punkte:

  1. Geben Sie dem Nutzer Zeit, sich mit der Website vertraut zu machen. Es ist nicht nötig, direkt nach dem Laden der Seite ein Pop-up anzuzeigen. Wenn der Besucher sich über eine Dienstleistung informieren möchte, geben Sie ihm zuerst die Möglichkeit, die Beschreibung zu lesen und das Angebot zu verstehen, und bieten Sie erst danach eine Beratung oder einen anderen nächsten Schritt an. 
  2. Das Angebot mit dem Seiteninhalt verknüpfen. Ein Pop-up sollte den Nutzerfluss fortsetzen. Auf einer Seite zu Website-Erstellungsdiensten könnten Sie beispielsweise eine Kostenschätzung für das Projekt anbieten, während Sie in einem Blogbeitrag den Download von ergänzendem Material anbieten könnten. Das wirkt relevanter als ein allgemeines Formular „Abonnieren Sie unseren Newsletter“, das auf jeder Seite erscheint.
  3. Den Hauptinhalt nicht verdecken. Wenn das Angebot im Pop-up nicht anspricht, sollte der Nutzer dennoch weiter lesen oder navigieren können. Das ist besonders wichtig auf mobilen Geräten, wo selbst ein kleines Fenster den größten Teil des Bildschirms verdecken kann.
  4. Die Schaltfläche zum Schließen deutlich sichtbar machen. Der Besucher sollte nicht nach einem kleinen Kreuz in der Ecke suchen oder warten müssen, bis das Fenster verschwindet. Wenn ein Nutzer das Angebot ablehnt, sollte das Schließen genauso einfach sein wie das Annehmen.
  5. Dasselbe Fenster nicht zu oft erneut anzeigen. Wenn der Nutzer das Pop-up bereits geschlossen oder seine Daten hinterlassen hat, hat es keinen Sinn, ihm bei jedem Website-Besuch dasselbe anzubieten.
  6. Verschiedene Optionen testen. A/B-Tests helfen Ihnen zu verstehen, ob das Pop-up wirklich nützlich ist. Sie können verschiedene Zeitpunkte für das Erscheinen des Pop-ups sowie die enthaltenen Texte und Angebote vergleichen, um zu sehen, wie sie Konversion und Nutzerverhalten beeinflussen.

So kann das Pop-up zu einem Teil der Nutzererfahrung werden, statt ein Hindernis zu sein.

Häufig gestellte Fragen

Warum verlassen Nutzer eine Website innerhalb der ersten Sekunden?

Meist geschieht das, weil die Website Nutzern nicht schnell genug zeigt, wohin sie gelangt sind und was sie dort erwarten können. Lange Ladezeiten, unklare Angebote, komplexe Navigation, Probleme mit der mobilen Version oder aufdringliche Pop-ups können dazu führen, dass Besucher die Website verlassen, bevor sie überhaupt vollständig verstehen konnten, was das Unternehmen anbietet. 

Was sollte auf der ersten Seite einer Website stehen?

Die erste Seite sollte schnell erklären, was das Unternehmen macht, für wen sein Produkt oder seine Dienstleistung gedacht ist und was der Nutzer als Nächstes tun kann. Eine klare Überschrift, eine kurze Beschreibung des Angebots und eine gut sichtbare Handlungsaufforderung reichen in der Regel aus. Versuchen Sie nicht, alle Unternehmensinformationen auf der ersten Seite unterzubringen.

Wie finden Sie heraus, warum Nutzer Ihre Website verlassen?

Beginnen Sie mit der Analyse Ihrer Webanalysedaten: Sehen Sie sich an, auf welchen Seiten Nutzer am häufigsten abspringen und welche Aktionen sie vor dem Verlassen ausführen. Technische Probleme lassen sich mit Google PageSpeed ​​Insights und Lighthouse prüfen, und die Google Search Console kann helfen, Probleme bei Kennzahlen zur Nutzererfahrung zu erkennen. Wenn Sie einzelne Website-Elemente ändern, etwa ein Menü oder ein Pop-up, können Sie deren Wirksamkeit mit A/B-Tests vergleichen.

Sollten Sie Pop-ups auf Ihrer Website verwenden?

Ja, wenn sie dem Nutzer helfen und ein konkretes geschäftliches Problem lösen. Entscheidend ist, den richtigen Zeitpunkt für die Anzeige des Pop-ups zu wählen, das Angebot mit dem Seiteninhalt zu verknüpfen, das Schließen einfach zu machen und dasselbe Pop-up nicht zu häufig anzuzeigen. A/B-Tests können Ihnen zeigen, ob ein Pop-up die Konversion tatsächlich erhöht oder in Wirklichkeit mehr Absprünge verursacht.

Wie kann ich die Website-Navigation vereinfachen?

Verwenden Sie klare Bereichsbezeichnungen, vermeiden Sie ein überladenes Hauptmenü und platzieren Sie wichtige Seiten dort, wo sie leicht zu finden sind. Wenn Ihre Website viele Produkte, Dienstleistungen oder Inhalte bietet, fügen Sie eine Suchfunktion und bei Bedarf Breadcrumbs hinzu. Orientieren Sie sich an den Bedürfnissen der Nutzer, nicht an der internen Struktur Ihres Unternehmens; für Besucher sollte klar sein, wo sie die benötigten Informationen finden.

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Dieser Artikel wurde von einer künstlichen Intelligenz übersetzt und kann Ungenauigkeiten enthalten. Siehe das Original auf Englisch.

Ilona K.
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