Reel Talk: Wie Sie Ihre Markengeschichte mit Video erzählen – Justin Serran, Videoeditor

  • von The it.com Domains Team
Reel Talk: Wie Sie Ihre Markengeschichte mit Video erzählen – Justin Serran, Videoeditor

Inhaltsverzeichnis

  1. Alles Augen und Ohren
  2. Schneiden, aber nicht an der falschen Stelle sparen
  3. Klicken, teilen, wiederholen
  4. Als Nächstes im Reel
  5. FAQs

Man sagt: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – dann ist ein Video mehr als eine Million wert. Justin Serran, ein Experte für Videoschnitt und Motion Design, teilte im Interview mit it.com Domains seine Tipps, wie man Videoinhalte für den Online-Erfolg nutzen kann. 

Videoinhalte sind für Unternehmen, die ihr Publikum fesseln und binden wollen, unverzichtbar geworden. Zuschauer behalten 95 % einer Botschaft im Gedächtnis, wenn sie per Video vermittelt wird – bei Text sind es nur 10 %. 91 % der Unternehmen nutzen Video inzwischen als Marketinginstrument, und 87 % berichten von einem direkten Umsatzanstieg durch Videomarketing. Der „State of Marketing“-Report 2025 von HubSpot zeigt, dass Kurzvideos den höchsten ROI aller Inhaltsformate liefern – und Blogs, statische Bilder und sogar bezahlte Suche bei Engagement und Konversionsleistung übertreffen.

Zudem suchen Nutzer aktiv nach Videoinhalten: 89 % der Verbraucher möchten mehr Videos von Marken sehen – ein Hinweis darauf, dass Video ein bevorzugtes, fesselndes Medium ist. Der weltweite Videokonsum steigt weiter rasant: Online-Video macht inzwischen über 82 % des gesamten Internetverkehrs aus, und dieser Anteil wächst weiter, da Kurzvideos, kaufbare Formate und KI-gestützte Videoformate reifer werden.

Für Mobilgeräte optimierte, vertikale Formate dominieren inzwischen den täglichen Konsum auf TikTok, Instagram Reels und YouTube Shorts. Zuschauer sehen nicht nur zu – sie merken es sich: Studien zeigen weiterhin, dass Menschen deutlich mehr Informationen aus Videos behalten als aus reinen Textinhalten 

Um die transformative Kraft von Video zu beleuchten, sprachen wir mit Justin Serran, Videoeditor, Motion Designer und Botschafter von it.com Domains. Er gibt Einblicke, wie Unternehmen Videoinhalte nutzen können, um ihre Online-Präsenz zu stärken.

Alles Augen und Ohren

it.com Domains: Wodurch heben sich Videoinhalte von anderen Formen von Online-Inhalten ab? Welche Vorteile bietet das – besonders für kleine Unternehmen?

Justin Serran: Videoinhalte verbinden Bild, Ton und Storytelling auf dynamische Weise und sprechen mehrere Sinne gleichzeitig an. Für kleine Unternehmen bietet Video die Möglichkeit, der Marke ein Gesicht zu geben, Produkte oder Dienstleistungen in Aktion zu zeigen und eine emotionale Verbindung zur Zielgruppe aufzubauen. Videos können außerdem komplexe Botschaften vereinfachen – und sie lassen sich sehr gut teilen, was organische Reichweite und Engagement steigert.

Quelle: Unsplash

it.com Domains: Wie kann ein Unternehmen Video nutzen, um seine Markengeschichte zu erzählen und auf emotionaler Ebene mit der Zielgruppe in Kontakt zu treten? Welche Storytelling-Techniken helfen dabei, Markenbekanntheit und Loyalität zu stärken?

JS: Um eine überzeugende Markengeschichte zu erzählen, sollten Unternehmen auf Authentizität, Nahbarkeit und emotionale Resonanz setzen. Ein erzählerischer Bogen – eine Herausforderung vorstellen, eine Reise zeigen und am Ende eine Lösung bieten – hilft, Werte und Mission der Marke zu vermitteln. 

Techniken wie echte Kundenstimmen, Behind-the-Scenes-Material und das Hervorheben von Emotionen wie Hoffnung, Begeisterung oder auch Verletzlichkeit machen die Marke nahbarer. Starke Bilder, kombiniert mit Musik, die zur Stimmung passt, vertiefen die emotionale Bindung zusätzlich und fördern Loyalität.

it.com Domains: Können Sie erfolgreiche Fallstudien nennen, in denen Unternehmen Videoinhalte genutzt haben, um deutlich zu wachsen? Welche Lehren können andere daraus ziehen?

JS: Ein großartiges Beispiel ist Dollar Shave Club, deren virales Launch-Video Humor, Authentizität und ein klares Nutzenversprechen kombiniert hat. Das Video war Low-Budget, aber kreativ – und sorgte für enorme Markenbekanntheit und starkes Abonnentenwachstum. Die Lehre daraus: Eine gut erzählte, einzigartige Geschichte kann hohe Produktionswerte übertreffen. 

Quelle: YouTube

Ein weiteres Beispiel ist Airbnb, das nutzergenerierte Inhalte und Videostorytelling eingesetzt hat, um persönliche Erlebnisse hervorzuheben und so Vertrauen und Gemeinschaft aufzubauen. Die wichtigste Erkenntnis: Konzentrieren Sie sich darauf, eine emotionale Verbindung zum Publikum aufzubauen – auch wenn die Ressourcen begrenzt sind.

Schneiden, aber nicht an der falschen Stelle sparen

it.com Domains: Welche Tipps haben Sie für Unternehmen, die mit kleinem Budget hochwertige Videoinhalte produzieren wollen? Haben Sie Ratschläge zu Equipment, Licht und Ton? Anders gefragt – reicht ein brandneues iPhone?

JS: Ja, ein brandneues iPhone reicht oft für hochwertige Videoinhalte aus! Entscheidend sind Licht, Ton und Bildausschnitt. Nutzen Sie Tageslicht oder günstige Ringlichter, damit das Motiv gut ausgeleuchtet ist. Beim Ton lohnt sich ein externes Mikrofon, denn die Audioqualität ist oft wichtiger als die Videoauflösung. Stabilisieren Sie die Kamera mit einem Stativ oder Gimbal, um verwackelte Aufnahmen zu vermeiden. Und schließlich kann die Nachbearbeitung den Inhalt deutlich aufwerten – einfache Farbkorrektur und Tonmischung lassen selbst iPhone-Material professionell wirken.

Quelle: Apple

it.com Domains: Finden Sie es wichtig, dass ein Unternehmen einen eigenen Stil im Videoschnitt hat? Warum? Und wie entwickelt man ihn?

JS: Ein einzigartiger Schnittstil stärkt die Identität einer Marke. Konsistente Elemente wie Farblook (Color Grading), Übergänge, Tempo und sogar die Musikauswahl können ein Unternehmen abheben und dafür sorgen, dass Inhalte wiedererkennbar sind. Um einen Stil zu entwickeln, sollten Unternehmen zunächst ihre Markenpersönlichkeit und Zielgruppe definieren. Anschließend können sie Schnitttechniken ausprobieren, Feedback sammeln und den Ansatz verfeinern. Mit der Zeit entsteht so ein unverwechselbarer Stil, der bei der Zielgruppe ankommt

Quelle: Justin Serran

it.com Domains: Welche zentralen Schnitttechniken machen einen spürbaren Unterschied bei Qualität und Wirkung eines Videos? Wie stellen Unternehmen sicher, dass ihre Videos optisch ansprechend und leicht zu verfolgen sind?

JS:  Es geht vor allem um das richtige Tempo, flüssige Übergänge und Aufmerksamkeit für Sounddesign. Schnelle Schnitte halten die Energie hoch, während langsamere, bewusst gesetzte Schnitte Ernsthaftigkeit oder Emotionen vermitteln können. Color Grading sorgt für visuelle Konsistenz und unterstreicht die Stimmung. Untertitel oder Texteinblendungen machen Inhalte zugänglicher und halten die Aufmerksamkeit – besonders auf Plattformen, auf denen der Ton oft stummgeschaltet ist. Und schließlich sorgt eine klare Struktur mit Anfang, Mittelteil und Ende dafür, dass die Botschaft leicht verständlich bleibt und Zuschauer dranbleiben.

it.com Domains:  Und welche Fehler passieren beim Do-it-yourself-Schnitt am häufigsten? Wie vermeidet man die offensichtlichsten Stolperfallen?

JS:  Schlechte Audioqualität, harte Schnitte, übermäßiger Einsatz von Übergängen und fehlende klare Erzählstruktur. Diese Fallstricke vermeiden Sie, indem Sie die Grundlagen ernst nehmen: Achten Sie auf klaren Ton, setzen Sie Übergänge sparsam und gezielt ein und halten Sie einen logischen Erzählfluss ein. Ein weiteres häufiges Problem ist, das Video nicht für Mobilgeräte zu optimieren – dadurch wird Text unlesbar oder der Bildausschnitt wirkt unglücklich. Schauen Sie sich das Video vor der Finalisierung immer auf verschiedenen Geräten an.

Quelle: Unsplash

it.com Domains: Können Sie Ihre liebsten kostenlosen Videoschnitt-Tools empfehlen?

JS: Ich kann einige hervorragende kostenlose Videoschnitt-Tools empfehlen, zum Beispiel DaVinci Resolve, das professionelles Color Grading und starke Schnittfunktionen bietet; CapCut, ideal für Schnitt und einfache Effekte, sowie Adobe Express für die schnelle Bearbeitung von Videos für soziale Medien und mehr. 

Klicken, teilen, wiederholen

it.com Domains: Wie verändert sich die Rolle von Video für Social-Media-Engagement durch die neuen Möglichkeiten, die YouTube, TikTok und Instagram Unternehmen bieten, um ihr Publikum zu erreichen?

JS: Die kurzen TikTok-Videos, YouTube Shorts und Instagram Reels setzen alle auf schnelle, fesselnde Inhalte, die sich leicht konsumieren und teilen lassen. Diese Formate bedienen kurze Aufmerksamkeitsspannen, und Unternehmen müssen sich anpassen, indem sie innerhalb weniger Sekunden Mehrwert liefern. Der Trend zu vertikalem Video und Inhalten im Stil nutzergenerierter Videos ermöglicht es Unternehmen, informeller aufzutreten, was das Engagement oft erhöht. Unternehmen sollten ihre Videostrategien an den Algorithmus und das Nutzerverhalten jeder Plattform anpassen, um die Wirkung zu maximieren.

it.com Domains: Social-Media-Formate ändern sich rasant. Kurz oder lang – wie ist Ihre Haltung? Wie könnten sich Videoformate in naher Zukunft entwickeln?

JS: Sowohl kurze als auch lange Formate haben ihren Platz. Kurzvideos, meist unter 60 Sekunden, sind ideal für schnelles Engagement, Viralität und mobilen Konsum. Inhalte im Langformat wie YouTube-Videos oder Webinare eignen sich gut für tiefes Storytelling und detaillierte Produktdemonstrationen. 

In Zukunft sehe ich weiteres Wachstum bei kurzen, vertikalen Formaten, getrieben durch den Trend zur mobilen Nutzung. Gleichzeitig bleiben Inhalte im Langformat wertvoll für Unternehmen, die auf Aufklärung, Meinungsführerschaft oder komplexe Produktangebote setzen. Entscheidend ist, das Format an Plattform und Zweck der Inhalte auszurichten.

Quelle: TikTok

it.com Domains:  Was sind Ihre wichtigsten Tipps, um Videoinhalte auf der Website erfolgreich einzusetzen? Was sind die zentralen Punkte, wenn man Videos auf der Website platziert?

JS: Videos sollten strategisch dort platziert werden, wo sie die Nutzerreise unterstützen – etwa auf Produktseiten, Landingpages oder im Aufmacherbereich der Startseite. Achten Sie darauf, dass die Videos für schnelle Ladezeiten optimiert sind, damit Seitengeschwindigkeit und SEO nicht leiden. 

Automatisches Abspielen sollten Sie mit Vorsicht einsetzen – starten Sie den Ton zunächst stumm, um das Nutzungserlebnis nicht zu stören. Bauen Sie klare Handlungsaufforderungen (CTAs) ins Video ein, um Nutzer weiter durch den Funnel zu führen. Und stellen Sie sicher, dass das Video mobilfreundlich ist, da ein großer Teil der Nutzer es auf kleineren Bildschirmen ansehen wird.

Als Nächstes im Reel

it.com Domains: Wie können Unternehmen den Erfolg ihrer Videoinhalte messen? Welche Kennzahlen sollten sie verfolgen, um Engagement, Conversion-Raten und Return on Investment zu verstehen?

JS: Verfolgen Sie  Aufrufe, Wiedergabezeit und Zuschauerbindung (wie lange Zuschauer dranbleiben). Engagement-Kennzahlen wie Likes, Shares, Kommentare und Klickrate (bei interaktiven Elementen) sind ebenfalls entscheidende Indikatoren für die Wirkung. Conversion-Raten sind wichtig, um zu prüfen, ob Zuschauer gewünschte Aktionen ausführen – etwa abonnieren, sich registrieren oder nach dem Ansehen kaufen. Außerdem sollten Unternehmen den ROI berechnen, indem sie die Kosten für die Videoproduktion dem Umsatz oder den Leads gegenüberstellen, die das Video erzeugt.

Quelle: Justin Serran

it.com Domains:  Was denken Sie persönlich über die Rolle von KI in der Zukunft von Videoproduktion und -schnitt? Wo kann KI professionelle Editoren ersetzen – und wo nicht?

JS: KI revolutioniert bereits Aufgaben wie Farbkorrektur, Tonbearbeitung und sogar das automatische Erstellen von Untertiteln. Sie ist hervorragend darin, wiederkehrende Arbeiten zu beschleunigen, aber sie kann menschliche Kreativität, Intuition und die Fähigkeit, emotional berührende Geschichten zu gestalten, nicht ersetzen. KI kann zwar bei Schnittaufgaben helfen oder Social Cuts automatisieren, doch die übergeordnete kreative Vision, das Storytelling und feine, nuancierte Entscheidungen werden weiterhin menschliche Editoren erfordern.

it.com Domains: Und zum Schluss – welche neuen Videotrends oder Technologien werden Ihrer Meinung nach in den kommenden Jahren die Unternehmenswelt spürbar beeinflussen? Wie können Unternehmen der Zeit voraus sein und sich an diese Veränderungen anpassen?

JS: Trends wie AR/VR, interaktive Videos und KI-gestützte Content-Erstellung werden großen Einfluss haben. Auch kaufbare Videos, bei denen Zuschauer direkt aus dem Inhalt heraus einkaufen können, gewinnen an Bedeutung. Um voraus zu bleiben, sollten Unternehmen mit neuen Formaten experimentieren und in Technologie investieren, die personalisierte und interaktive Erlebnisse ermöglicht. Wer agil bleibt und bei neuen Tools nach dem Prinzip „testen und lernen“ vorgeht, kann sich anpassen und Wettbewerbsvorteile sichern.

FAQs

Warum sind Videoinhalte 2025 und 2026 so wichtig für Markengeschichten?

Video vereint Bild, Ton und Erzählung in einem einzigen immersiven Format und macht es dem Publikum leichter, emotional eine Verbindung zu einer Marke aufzubauen. Da Aufmerksamkeitsspannen schrumpfen und der Wettbewerb zunimmt, hilft Video Marken dabei, Werte, Persönlichkeit und Vertrauen deutlich wirkungsvoller zu vermitteln als statische Inhalte.

Brauchen kleine Unternehmen wirklich Video, oder ist das nur etwas für große Marken?

Kleine Unternehmen profitieren wahrscheinlich am meisten. Video ermöglicht es ihnen, ihre Marke zu vermenschlichen, echte Menschen zu zeigen und authentische Geschichten zu erzählen – und damit oft sogar glattpolierte, teure Kampagnen größerer Wettbewerber zu übertreffen, wenn die Story überzeugt.

Welche Art von Videoinhalten funktioniert aktuell am besten?

Kurzformatiges vertikales Video führt derzeit bei Reichweite und Engagement, besonders auf TikTok, Instagram Reels und YouTube Shorts. Video im Langformat spielt jedoch weiterhin eine wichtige Rolle für Tutorials, Produkt-Erklärvideos und Meinungsführerschaft. Die stärksten Strategien kombinieren meist beides.

Welche Rolle wird KI in der Videoproduktion spielen?

KI beschleunigt bereits Schnitt, Untertitelung, Farbkorrektur und das Wiederverwerten von Inhalten. Sie kann wiederkehrende Aufgaben automatisieren und Arbeitsabläufe optimieren, doch kreative Leitung, Storytelling und emotionale Nuancen bleiben weiterhin stark von menschlicher Expertise abhängig.

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Dieser Artikel wurde von einer künstlichen Intelligenz übersetzt und kann Ungenauigkeiten enthalten. Siehe das Original auf Englisch.

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