Googles Vorstoß in eine cookie-freie Welt: Was das für Website-Betreiber bedeutet

  • von Ilona K.
Googles Vorstoß in eine cookie-freie Welt: Was das für Website-Betreiber bedeutet

Inhaltsverzeichnis

  1. Wie funktionieren Cookies?
  2. Was passiert gerade mit Cookies?
  3. Warum sollten Sie sich um Googles neue Cookie-Richtlinie kümmern?
  4. Was können Sie tun, um sich auf eine cookie-freie Welt vorzubereiten?

Im vergangenen Monat hat Google Cookies für 1 % der Chrome-Nutzer deaktiviert. Dieser Schritt läutete den Countdown bis Q3 2024 ein, wenn Google den Test auf 100 % seiner Nutzer ausweiten will. Was bedeutet das ganz konkret für Sie als Unternehmer (und Website-Betreiber)?

Google setzt eine der wichtigsten Veränderungen in der Digitalbranche um: die Art und Weise, wie Unternehmen das Nutzerverhalten im Internet nachverfolgen. Anders gesagt: Google schränkt die Nutzung von Drittanbieter- Cookies ein – einer Technologie, die Nutzeraktivitäten auf Websites erfasst und es Unternehmen ermöglicht, ihnen Anzeigen auszuspielen, die auf ihrem bisherigen Online-Verhalten basieren.

Wie funktionieren Cookies?

Falls Ihnen das Konzept von Cookies noch neu ist, hier eine kurze Erklärung, wie sie funktionieren. 

  • Ein Nutzer besucht eine Website über einen mobilen oder Desktop-Browser. 
  • Jeder Besuch einer Website hinterlässt ein kleines Codefragment im Browser, das vermerkt, welcher Nutzer welche Website besucht hat. 
  • Unternehmen, die die Browser betreiben (zum Beispiel Google mit Chrome), können detaillierte (wenn auch anonymisierte) Profile von Nutzern und ihren Website-Präferenzen zusammenstellen. 
  • Unternehmen, die digitale Werbeplattformen nutzen (zum Beispiel Google Ads), können Nutzer beim Surfen im Internet verfolgen und ihnen gezielt Anzeigen ausspielen. 

Wenn Sie zum Beispiel online nach Tickets oder Urlaub gesucht haben, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie beim nächsten Einloggen in soziale Netzwerke Anzeigen sehen, die auf die Website eines Reiseanbieters verweisen. Cookies ermöglichen es diesem Reiseunternehmen zu erkennen, dass Sie Interesse an Reiseprodukten gezeigt und entsprechende Websites besucht haben – daher kann eine Urlaubsanzeige für Sie als Nutzer relevant sein.

Was passiert gerade mit Cookies?

Bereits im Januar 2020 kündigte Google an, dass sein Browser Chrome keine Drittanbieter-Marketing-Cookies mehr akzeptieren würde. Ursprünglich sollte die Änderung bis Ende 2022 ausgerollt werden, später gewährte Google der Branche jedoch eine Verlängerung bis Mitte 2024. 

Am 4. Januar 2024 bestätigte Google, dass Chrome standardmäßig für 1 % der Nutzer begonnen hat, Drittanbieter-Cookies einzuschränken . Dieser Test im kleinen Maßstab (der dennoch rund 30 Millionen Chrome-Nutzer umfasst) geht einem umfassenderen Plan voraus, Drittanbieter-Cookies für alle Chrome-Nutzer in Q3 2024 abzuschaffen. 

In der Adressleiste von Chrome-Browsern, die Drittanbieter-Cookies einschränken, wird auf Websites, die versuchen, auf Drittanbieter-Cookies zuzugreifen, ein „Auge“-Symbol angezeigt:

Quelle: Google

Drittanbieter-Cookies waren für digitale Werbetreibende das A und O, weil sie ein effizientes Tracking des Nutzerverhaltens über verschiedene Websites hinweg ermöglichten. In der aktuellen Deloitte-Umfrage äußerten jedoch 65 % der Befragten erhebliche Bedenken hinsichtlich der übermäßigen Nutzung von Cookies und der möglichen Auswirkungen auf ihre personenbezogenen Daten.

Laut Google eröffnet die Abschaffung von Drittanbieter-Cookies die Chance, den Datenschutz und die Datensicherheit der Nutzer zu stärken. Das Unternehmen versicherte Website-Betreibern außerdem, dass die neue Welt ohne Cookies durch neue Standards bei der Verarbeitung von Nutzerdaten unterstützt wird.

Zunächst einmal hat Google Chrome ungefähr ⅔ Marktanteil am weltweiten Browsermarkt. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass ein großer Teil Ihrer Zielgruppe Chrome nutzt – und ein großer Anteil Ihres Website-Traffics darüber kommt.

Zweitens verwenden über 42 % der Websites weltweit Cookies. Wenn Ihre Website dazugehört und Sie viel zielgerichtete Online-Werbung einsetzen, um Kunden zu erreichen, wird sich der Wegfall von Drittanbieter-Cookies auf Ihr Online-Geschäft auswirken. Zudem sind 75 % der Marketer weltweit bei ihren digitalen Aktivitäten auf Drittanbieter-Cookies angewiesen.

Und schließlich wurde in einer Umfrage aus dem Jahr 2023 unter Marketern weltweit die mangelnde Vorbereitung auf eine cookie-freie Online-Welt als zweitgrößte Sorge im Bereich Medien und Marketing genannt – 39 % der Befragten erwähnten dies. Rund 3 von 10 Marketern äußerten außerdem Bedenken, den Zugriff auf Daten von Drittanbietern zu verlieren – eine Herausforderung, die eng mit Cookies zusammenhängt. 

Kurz gesagt: Wenn Sie als Unternehmen Drittanbieter-Cookies nutzen, wird die von Google angestoßene Änderung Ihre Werberichtlinien beeinflussen, möglicherweise  Anpassungen an Ihrer Website erfordern und Sie dazu zwingen, sich nach Alternativen umzusehen, um sich auf eine cookie-freie Zukunft vorzubereiten. Tatsächlich haben 59 % der Unternehmen weltweit die Vorbereitungen beschleunigt und cookie-freie Abläufe als hohe Priorität eingestuft. 

Als Website-Betreiber ist das Beste, was Sie jetzt tun können, zu prüfen, wie Ihre Website, ihre Dienste und Ihre Marketingaktivitäten mit dem Wegfall von Drittanbieter-Cookies umgehen. Bis Q3 2024 bleibt noch Zeit, drei Schritte zu durchlaufen, um Ihre Kompatibilität zu bewerten und die notwendigen Änderungen vorzunehmen.

Quelle: Google
  1. Das Auslaufen von Drittanbieter-Cookies verstehen. 

Vertiefen Sie das Thema etwas genauer und verstehen Sie, wie sich die Änderung auf die Funktionalität Ihrer Website auswirken wird.

  1. Ihre Cookie-Nutzung prüfen

In dieser Phase unterscheidet sich der Umfang der Maßnahmen je nach Unternehmen und Website. Eine Prüfung der Arten und Einsatzbereiche der Cookie-Nutzung ist entscheidend, um zu verstehen, wie Ihr konkretes Geschäft betroffen sein wird, und um Alternativen zu planen.

  1. Auf Ausfälle testen

Während der Abschaffungsphase bietet Google Website-Betreibern Unterstützung. Wenn Ihre Website oder ein Dienst, von dem Sie abhängig sind, bei deaktivierten Drittanbieter-Cookies nicht mehr funktioniert, sollten Sie ein Problem im Breakage Tracker melden.

Arbeiten Sie in der Zwischenzeit mit Ihren Marketing-Spezialisten zusammen, um alternative Lösungen als Ersatz für Drittanbieter-Cookies zu finden. Dazu gehören unter anderem:

  • Google Topics: ein Teil der Google Sandbox, der es Werbetreibenden ermöglicht, Anzeigen auszuspielen, ohne den Datenschutz der Nutzer zu beeinträchtigen. Statt den individuellen Browserverlauf zu verfolgen, identifizieren „Topics“ Kategorien der Websites, die sie besuchen (z. B. Mode oder Reisen).
  • Influencer-Anzeigen: Einige Unternehmen setzen zunehmend auf Influencer (oder Creator) in sozialen Medien, um ihre Marke und ihre Produkte einer passenden Zielgruppe zu vermitteln.
  • First-Party-Daten: Fokus auf die Nutzung verfügbarer First-Party-Daten aus Verkäufen und anderen Nutzerinteraktionen, um aussagekräftige Kundenprofile zu erstellen. 

Zusammengefasst bedeutet Googles Vorstoß in eine cookie-freie Welt einen großen Wandel in der Online-Branche, vor allem beim Nutzer-Tracking und im digitalen Marketing. Es ist entscheidend, die Auswirkungen zu verstehen und Ihre Website auf die vollständige Einführung später in diesem Jahr vorzubereiten.

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Dieser Artikel wurde von einer künstlichen Intelligenz übersetzt und kann Ungenauigkeiten enthalten. Siehe das Original auf Englisch.

Ilona K.
Ilona K.
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